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Ziele und Aufgaben
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Urologie in Deutschland

Das Fach Urologie war von Anbeginn seiner Etablierung als medizinisches Prüfungsfach in den Universitäten und mit der Einführung als Facharztdisziplin immer eher ein so genanntes "kleines Fachgebiet". Die Urologie stand in Deutschland noch bis vor 50 Jahren somit oft im Schatten der großen Mutter - der Chirurgie. So wie in anderen Ländern (allen voran in Frankreich mit sehr langer urologischer Tradition) hat sich die Urologie seit den 1950er Jahren aber rasant entwickelt.


Ein Fach im Wandel

Professor Dr. AlkenDer Urologe im klassischen Sinne (Arzt für Nieren- und Blasenleiden) ist heute immer schwerer zu finden. Denn seit den Anfängen, die maßgeblich (und unvergessen) von Professor Dr. Alken geprägt wurden, hat sich das Fachgebiet fundamental gewandelt und entwickelt. Hier vielleicht einige Bemerkungen zu diesem für die deutschen Urologen so wichtigen Mann:
Er wurde von seinen Bewunderern und urologischen Weggefährten oft liebevoll CEA genannt und blieb dabei doch immer für alle "der große alte Mann der deutschen Urologie", wie es der Stiftungsrat der C. E. Alken-Stiftung anlässlich seines Todestages 1987 so treffend formulierte. Carl Erich Alken konnte nach gut 50jährigem Berufsleben auf eine bedeutende wissenschaftliche und berufspolitische Hinterlassenschaft zurückblicken, die an dieser Stelle nur eine schlaglichtartige Würdigung seiner bisher unerreichten Verdienste für die deutsche und internationale Urologie erlaubt.
Nach der Gründung des ersten deutschen Lehrstuhls für Urologie in Homburg/Saar im Jahr 1948 war er zwar Jahrzehnte mit der Verselbständigung unseres Fachgebiets erfolgreich befasst, hatte jedoch weit mehr Anteil an der Organisation der wissenschaftlichen Entwicklung, als dies in der Würdigung seines letzten Lebensabschnitts zum Ausdruck kam. Zu nennen sei hier

  • die Gründung einer internationalen Forschergruppe für Urogenitaltuberkulose,
  • das Karzinom-Register des Saarlandes (damals beispielhaft für andere Bundesländer),
  • die Durchsetzung der männlichen Krebsvorsorgeuntersuchung,
  • die Förderung des urologischen Nachwuchses durch urologischen Wissenschaftleraustausch mit unseren urologischen "Vorreitern" in Frankreich sowie mit Amerika und Japan.

Alle Kollegen, die jemals mit ihm in persönlichen Kontakt kamen, erinnern sich gern auch an seine Wärme und die angenehme menschliche Erfahrung, die im Fachgespräch stets zum Mitschwingen kam.


Urologie 2004

Wenn man sich nur die Fortschritte unseres Spezialfaches auf den Gebieten der

  • Endoskopie und endoskopischen Chirurgie,
  • Ultraschalldiagnostik,
  • der Endokrinologie / Andrologie mit Hormonbehandlung und spezieller Kinderwunschtherapie,
  • der modernen Nierensteintherapie mittels Stoßwellenbehandlung (ESWL),
  • der Sexualheilkunde und Impotenzbehandlung,
  • der modernen Möglichkeiten der Krebsdiagnostik und Therapie und
  • der neuartigen Vorsorgemaßnahmen und Vorbeugemethoden

vor Augen führt, dann wird schnell klar, dass sich Urologen in Fort- und Weiterbildung sowie zeitgemäßem Praxismanagement formieren müssen.


AVUR setzt Akzente

Der Allgemeine Verein für Urologie und urologische Onkologie Rhein-Ruhr e.V. wurde im März 1999 von zehn Duisburger, Mülheimer und Oberhausener Urologen aus Praxis und Klinik gegründet. Als hauptsächliche Ziele haben wir die qualitativ hochstehende Weiterentwicklung des Fachgebiets Urologie ins Auge gefasst. Im Zentrum steht der Patient, den wir von Anbeginn in unsere Bemühungen mit einbezogen haben.
Der Duisburger Männergesundheitstag 2002 hat eindrucksvoll gezeigt, wie aufgeschlossen die Bevölkerung solchen Laienveranstaltungen gegenübersteht und sie begierig annimmt.
In unserer Satzung haben wir die Zielsetzung präzise dargestellt. Unser Verein zählt derzeit etwa 100 Mitglieder und organisiert sich aus Spenden und Mitgliederbeiträgen.
AVUR e.V. ist vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt und kann steuerwirksame Spendenquittungen ausstellen.

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